In Bönningstedt gibt es erfreuliche Nachrichten aus der Vogelwelt: Zwei Storchenpaare haben sich angesiedelt (Wulfsmühlenweg und Ostermoorweg Höhe Hausnummer 60a) – und sie brüten! Mit etwas Glück könnte der erste kleine Meister Adebar in etwa 2 Wochen schlüpfen – wir werden berichten !

Dieses wunderbare Naturereignis ist nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch ein Zeichen dafür, wie wichtig unser Engagement für den Erhalt der Artenvielfalt ist.
Als Arbeitskreis „Umwelt & Natur“ setzen wir uns mit Herzblut für das „Bönningstedter Grün“ ein – unsere wertvolle Kulturlandschaft, die Heimat für viele bedrohte Arten ist. Der Schutz und die Förderung der heimischen Flora und Fauna stehen bei uns im Mittelpunkt. Im vergangenen Jahr haben wir uns intensiv dem Steinkauz gewidmet. Jetzt richtet sich unser Blick auf einen weiteren faszinierenden und gefährdeten Vogel: den Kiebitz.
In Zusammenarbeit mit dem Elbmarschenhaus ,der Integrierten Station Unterelbe des Landesamtes für Umwelt und dem Nabu Pinneberg konnten wir viel über die Lebensweise und die Bedürfnisse dieses charismatischen Bodenbrüters lernen. Besonders erfreulich: Erste Kartierungen wurden bereits durchgeführt – und das direkt in unserer Umgebung. Weitere Untersuchungen sind in Planung, um herauszufinden, wie wir den Lebensraum des Kiebitzes rund um Bönningstedt gezielt schützen und verbessern können.
Aktuell beobachten wir inzwischen 6 Kiebitz-Paare in der Region zwischen Rellinger Weg, Wulfsmühlenweg, Hasloher Weg und Tangstedter Weg– gemeinsam mit einem erfahrenen Hobby-Ornithologen des Nabu Pinneberg. Einer unserer Landwirte hat beim Mähen vor kurzem ein Kiebitzküken gefunden und ein weiteres wurde aus einem Entwässerungsgraben gerettet. Die gemeinsamen Beobachtungsdaten fließen auch in das bundesweite Portal www.ornitho.de ein, wo sie wissenschaftlich ausgewertet werden.
Jetzt müssen wir gemeinsam die Daumen drücken für Kiebitz und Storch und Petrus um etwas Regen bitten. Die anhaltende Trockenheit macht die Nahrungssuche für beide Vogelarten zum Problem. Feuchtwiesen, Tümpel und schlammige Pfützen trocknen aus und der Boden verkrustet und macht es besonders dem Kiebitz-Nachwuchs schwer.
Mit Blick in die Zukunft bleibt unsere Freude nicht ungetrübt: Geplante Windkraftanlagen in der Region könnten diesen empfindlichen Lebensraum gefährden. Wir setzen uns deshalb aktiv dafür ein, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht auf Kosten unserer seltenen Vogelarten erfolgt.
Mach mit! Für Natur, Vielfalt und ein lebenswertes Bönningstedt
Unser Engagement lebt vom Mitmachen. Ob du mit uns bei Kartierungen helfen, Beobachtungen teilen oder einfach mehr über die Natur vor deiner Haustür erfahren willst – wir freuen uns über jedes neue Gesicht!
Komm vorbei, lerne uns kennen und werde Teil eines engagierten Teams, das mit Herz, Wissen und Tatkraft für unsere Umwelt einsteht. Gemeinsam können wir viel bewegen – für den Kiebitz, den Storch und die vielen anderen wunderbaren Arten, die unsere Landschaft so besonders machen.
